Bienen: Die Retter der Pflanzenwelt

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum… Wie wahr ist dieses Kinderlied. Denn mit ca. 200 Flügelschlägen pro Sekunde erzeugen die Bienen dieses das typische Summen.

Fleißig wie eine Biene, auch das ist eine wahre Aussage, denn die ungefähr 50 000 Bienen eines Bienenvolkes umkreisen die täglich 15mal die Erde, besuchen dabei 30 Millionen Blüten und sammeln Pollen, die sie im Bienenstock zu Honig verarbeitet werden. Jener leckerer Süßigkeit, die wir so lieben.

Für Pflanzen überlebensnotwendig

Für viele Pflanzen sind die Bienen überlebensnotwendig. Denn sie sichern die Bestäubung und tragen damit zum Überleben der Pflanzenart bei.

Doch sind die Bienen aufs höchste gefährdet. Nicht durch Fressfeinde, sondern durch den Menschen mit seinen bienenschädigenden Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen und einer Milbenart namens Varroa, die seit den siebziger Jahren die heimische Bienenvölker schädigt. Sie setzt sich auf den Bienen fest und saugt an ihnen. Auch wird die Bienenbrut erheblich durch die Varroa geschädigt.

Verkümmerte Arbeiterinnen finden oftmals nicht zum heimischen Bienenstock zurück. Drohnen, die männlichen Bienen, schlüpfen erst gar nicht.

Doch nicht nur der Fleiß der Bienen ist sprichwörtlich, auch ihre demokratische Entscheidungsfindung bei der Wahl des besten Blütenfeldes oder des besten Platzes zur Gründung eines neuen Volkes, ist so ausgefeilt, dass sie sich in der Regel für die optimale Möglichkeit entscheiden.

So sichern sie den Fortbestand ihrer Spezies. Dabei werden bei der Entscheidung unzählige Faktoren mit eingebracht, die untereinander ausgetauscht und gegeneinander abgewogen werden. Viele Möglichkeiten aufgezeigt, für gut oder schlecht befunden und letztendlich demokratisch eine Entscheidung herbeigeführt.

Verhalten der Bienen wird in der IT-Branche genutzt

Dieses komplexe Verhalten mit millionenfachen Faktoren wird auch in der Computerbranche genutzt. Programmierer entwickelten nach dem Vorbild eines Bienenvolkes ein mathematisches Modell, das beschreibt, wie Bienen ihre Ressourcen optimal verteilen. Unter dem Namen ‚Honigbienenalgorithmus‘ hilft dieses Programm, komplexe Rechenvorgänge optimal zu gestalten und damit bis zu 25 % mehr Rechenleistung zu ermöglichen. Logistikunternehmen und Webhosting Anbieter kommt dies zu Gute.

Bienen produzieren also nicht nur den begehrten Honig. Ihr demokratisches Verhalten bewirkte in unserer modernen Welt, dass sich die IT-Branche sie zum Vorbild nahm und dadurch erheblich profitierte.

Bleibt zu hoffen, dass die Bienen zukünftig von bienenfreundlichen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen ebenso profitieren werden, wie auch von einem neuen Mittel gegen den Befall durch die Varroamilbe. Damit sie auch zukünftig genug Blüten besuchen können um uns mit Honig zu versorgen. 

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