Rund ums Ei – Haltungsformen, Haltbarkeit und mehr

Eier sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Doch woher stammen sie? Wie werden die Tiere gehalten? Und wie lange sind Eier haltbar? Wir haben die Antworten!

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Eier sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zu den beliebtesten Lebensmittel überhaupt. Sie werden in den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet und das Frühstücksei gehört für viele zum täglichen Genuss. Ob als wachsweiches, gekochtes Ei, als Spiegelei oder Rührei, es sättigt und schmeckt. 

Doch woher kommen die Eier? Klar, von Legehennen. Doch wie werden diese gehalten? Bis 2011 durften EU-Länder Hühner noch in sogenannten Legebatterien halten. Das ist jetzt zum Glück verboten. Auch die danach von der Industrie erfundenen ‚Ausgestalteten Käfige‘ sind seit Januar 2021 in Deutschland verboten. In der EU sind vier Haltungsformen für Legehennen erlaubt: Boden-, Kleingruppen-, Freiland- und Ökohaltung. Als Verbraucher können sie anhand der Kennzeichnung auf den Eierkartons die Haltungsform erkennen. Ebenso müssen auf alle Eier, die sich im Handel befinden, Haltungsform, Herkunftsland und Legebetriebsnummer abgedruckt sein. Ohne Stempel dürfen nur Eier im direkten Vertrieb angeboten werden.  

Kennzeichnung auf Eiern 

Haltungsformen

  • Ökologische Erzeugung: 6 Tiere pro Quadratmeter, insgesamt nicht mehr als 3000. 18 cm Sitzstangen, mindestens ein Drittel Stroh, Holzspänen oder Sand Einstreuung. Im angrenzenden Freiland mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche pro Tier. Futter zum weit überwiegenden Teil aus ökologischem Landbau.
  • Freilandhaltung: 9 Tiere pro Quadratmeter Stall. insgesamt maximal 6.000 Hennen. Ansonsten gelten die gleichen Vorschriften wie bei Bodenhaltung. Zusätzlich haben die Hennen tagsüber Zugang zu mindestens vier Quadratmetern Auslauffläche im Freien, die überwiegend begrünt sein soll.
  • 2 Bodenhaltung: Geschlossenen Ställe, höchstens neun Tiere pro Quadratmetern Fläche, insgesamt maximal 6.000 Hennen. Der Stall kann bis zu vier Ebenen übereinander haben, dann sind 18 Tiere pro Quadratmeter Grundfläche erlaubt. zur Verfügung stehen. Mindestens ein Drittel des Stalls ist eingestreut, Legenester und Sitzstangen.
  • Käfighaltung: Sogenannte Kleingruppenhaltung, höchstens 12,5 Tiere (bis 2 kg) auf einem Quadratmeter. Pro Gruppe bis zu 60 Hennen. Die Käfige in großen Hallen haben Legenest, Einstreu und Sitzstangen. Sie sind mindestens 50 Zentimeter hoch.

An zweiter Stelle steht die Länderkennzeichnung. Beispielsweise DE für Deutschland BE für Belgien NL für Niederlande.

Die dritte Ziffernfolge steht für den Herstellerbetrieb.

Eier werden noch in Güteklassen eingeordnet. So sind im Handel nur Güteklasse A zu finden. Güteklasse B darf nur in der Industrie verarbeitet werden.

Auch eine Größenangabe finden sie auf dem Kartons. S,M,L oder XL

Wie lange ist ein Ei haltbar?

Auf dem Eierkarton ist ein Haltbarkeitsdatum angegeben. Ebenso ein Hinweis, ab wann die Eier gekühlt gelagert werden müssen. Ab dem Legedatum ist das Ei etwa 28 Tage haltbar. Haben sie sich schon gewundert, dass Eier bei uns im Handel stets ungekühlt angeboten werden, zu Hause aber immer im Kühlschrank gelagert werden? Die Erklärung ist einfach: Das Ei hat eine natürliche Schutzschicht, die verhindert, dass Keime ins Ei eindringen können. In Deutschland dürfen Eier nicht gewaschen werden, bevor sie in den Handel kommen. Verunreinigungen dürfen nur mechanisch entfernt werden, ohne Wasserzusatz. Das gewährleistet eine intakte Schutzschicht.

Wie erkennt man, wie alt ein Ei ist?

Sicherlich hat schon jeder einmal im Kühlschrank ein Ei gefunden, bei dem er sich nicht sicher war, wie alt es ist. Um das herauszufinden, gibt es einen einfachen Test:

Ein Glas mit kaltem Wasser füllen, das Ei hineingeben. Sinkt es zu Boden und bleibt dort liegen, ist es maximal 2 Wochen alt. Steht es senkrecht im Glas, aber immer noch am Boden, ist es ca. 3 Wochen alt. Schwimmt es an die Oberfläche , ist es älter als 3 Wochen und sollte nur noch gut durchgegart werden. Schwimmen sie sogar so weit auf, dass sie aus dem Wasser ragen, sind sie älter als 2 Monate und sollten nicht mehr verwendet werden. 

Gekochte Eier können im Kühlschrank bis zu 28 Tage aufbewahrt werden. Wie alt ein Ei Beim Kochen war, erkennen sie daran, wo sich der Eidotter befindet. Ist er mittig platziert, war das Ei frisch. 

Interessante Produkte rund ums Ei

Bruderhahnaufzucht

Seit 2022 ist es verboten, männlich Küken zu töten. Es gibt noch keine einheitlich Bezeichnung für die Aufzucht von männlichen Küken. So sind unter anderem ‚Bruderhahn‘, ‚Hähnlein‘, ‚Bruderküken‘ oder ‚Spitz und Bube‘ üblich. Hier werden die männlichen Hühner in speziellen Betrieben zu Fleischgewinnung aufgezogen. 

Ohne Kükentöten

Steht diese Aufschrift auf dem Eierkarton, so wurden im Herstellerbetrieb bereits die männlichen Hühner im Ei festgestellt und nicht ausgebrütet. Diese Eier sind in der Regel etwas teurer.

  • Eier: Erneuerbar.online

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